Angeln auf Hecht - Angelarten
Man kann auf verschiedene Arten auf Hecht angeln. Zum einen bietet sich die Möglichkeit den Hecht beim Ansitzangeln mit der klassischen Köderfischmontage zu beangeln. Zum anderen ist auch das Spinnfischen auf Hecht eine erfolgreiche Methode zum Angeln auf Hecht. Im Folgenden werden verschiedene Arten auf Hecht zu Angeln detailliert vorgestellt und Tipps gegeben.
Ansitzangeln auf Hecht mit Köderfisch
Die traditionelle Angelmöglichkeit ist das Angeln auf Hecht mit dem Köderfisch. Ob im See oder im Fluss, auf den Bodden und in kleinen Gräben, mit dem Köderfisch lässt sich nahezu überall auf Hecht Angeln. Wann welche Angelart und Montage angebracht ist, richtet sich nach dem Gewässer.
Hechtangeln am Fluss
Der Hecht verbreitet sich immer mehr, besonders in der Elbe gehört der Hecht, neben den Zandern zum Hauptzielfisch. In schnell fließenden Flüssen bietet sich eine Grundmontage an, da durch die starke Strömung eine Posenmontage nicht mal 10 Sekunden am ausgewählten Angelplatz verweilen würde, ohne von der Strömung abgetrieben zu werden. Wie auch der Zander und Barsch sucht sich der Hecht die ruhigeren Bereiche im Fluss aus. Das können zum einen die bekanntesten Angelstellen sein – die Buhnen.
In Buhnen sind besonders die Bereiche zum Angeln auf Hecht interessant, in denen sich das Wasser entgegen der Hauptströmung bewegt. Sogenannte Strömungskanten und Kehrströmungen sind hier die heißen Bereiche, die man beim Angeln bevorzugen sollte. Der Hecht wartet, meist in Grundnähe, auf vorbeiziehende Kleinfische wie Rotaugen, Gründlinge, Brachsen (Blei) oder andere Fische, welche in sein Beuteschema fallen.
Mit einer Grundmontage lässt sich der Hecht an solchen Strömungskanten gezielt Befischen. Die Montage bleibt an der ausgewählten Angelstelle und ist somit ständig in Reichweite des Hechtes. Besonders das Angeln mit dem Tiroler-Holz, einem Grundblei, welches auf einem mit Luft gefüllten Gummischlauch sitzt und an dessen Ende der Schnurdurchlauf ist, hat sich für das Hechtangeln am Fluss als gut geeignet herausgestellt. Dadurch dass der Schnurdurchlauf im Wasser steht, ist die Gefahr, das Grundblei könnte sich verheddern oder im Schlamm versinken, sehr gering. Ein ungestörter Schnurdurchlauf ist somit gegeben.
Der Köderfisch für den Hecht wird mit zwei Drillingen bestückt, einem kurz hinter dem Kiemendeckel und einem in der Schwanzwurzel. So ist ein fester Halt des Köderfisches gegeben und die Bissausbeute bei dieser Art zu Angeln sehr hoch. So muss nach dem Biss nicht lange gewartet werden um den Anschlag sicher setzen zu können, denn durch das flächenabdeckende Bestücken mit Drillingen, ist meist mindestens einer im Maul des Hechtes.
Eine weitere Möglichkeit den Hecht effektiv im Fluss zu befischen ist das Posenangeln. Bevorzugt mit einer Segelpose lässt sich ein Köderfisch mit einer Anköderung unterhalb der Rückenflosse sicher und naturgetreu führen. Jetzt sollte man darauf achten, die Tiefe gezielt auszuwählen. Ist die befischende Stelle rund 3 Meter tief, so bietet es sich an, den Köderfisch in etwa 2.50m Wassertiefe anzubieten. So erreichen wir die faulen Hechte, welche auf dem Gewässergrund liegen und auch die, die im Mittelwasser umher ziehen. Gezielt platziert kann man die Segelpose nun umher treiben lassen und so einen lebenden aber verwirrten Köderfisch imitieren. Diese Art des Ansitzangeln auf Hecht ist in Gewässern mit hohem Angeldruck sehr effektiv.
Am See auf Hecht angeln
Das Ansitzangeln am See unterscheidet sich grundlegend vom Ansitzangeln am Fluss. Nicht nur die Gewässerstrukturen sind anders, sondern, und das ist das Wichtige, auch das Ökosystem. Während im Winter die stehenden Gewässer meist mit einer mehreren Zentimeter dicken Eisschicht überzogen sind, bleibt dies bei Fließgewässern meist aus. Die Angelmethoden unterscheiden sich hingegen weniger stark. Die Montagen sind zunehmend die gleichen, lediglich die Standplätze der Hechte sind andere. So unterscheidet man hier anhand der Jahreszeiten, an welchen Stellen der Hecht anzutreffen ist. --> Weiterführenden Link
Spinnfischen auf Hecht
Der Hecht lässt sich hervorragend vom Ufer aus mit der Spinnangel angeln. Besonders in Gewässern mit verkrauteten Uferbereichen, Gehölz im Wasser wie versunkenen Bäumen oder überhängenden Ästen, die vom Ufer in das Wasser ragen sind die besten Voraussetzungen um den Hecht vom Ufer aus nachzustellen.
Die besten Zeiten um den Hecht zu befischen sind die Morgenstunden sowie die frühen Abendstunden. Da der Hecht ein Augenjäger ist, seine Beute also bevorzugt über die Augen und das Seitenlinien Organ wahrnimmt, ist Tageslicht erforderlich um effektiv zu Angeln.
Grade nach der Schonzeit, die in den meisten Fällen im Mai ihr jähes Ende hat, ist der Hecht gut zu fangen. Ausgehungert von der anstrengenden Laichphase scheinen die Hechte nun in einem wahren Fressrausch zu sein. Bevorzugt frisst der Hecht zu der Jahreszeit kleine Fische. Nach der Laichzeit der Rotaugen und Barsche sind jede Menge Kleinfische im Wasser vorzufinden, die in einem solchen Übermaß vorhanden sind, dass es so scheint, als wenn sich die Hechte zu der Zeit rund um den Mai-Juni nur auf diese Beute eingeschossen hätten. Dabei sollte man sich an der Größe der Brutfische orientieren. Empfehlenswert sind Wobbler und Gummifische um die 4-8cm. Im Sommer dürfen die Köder dann auch gerne mal größer ausfallen. Befreundete Hechtangler fangen regelmäßig Großhechte über einen Meter Körperlänge mit Köder um die 25cm ! Der Herbst in Form des Oktober und November ist neben dem Frühjahr die beste Zeit um den Esox Lucius zu Beangeln. Der Winter rückt immer näher und die Hechte fangen an sich Fettreserven anzufressen. Ein Grund dafür, wieso Herbst- und Winterhechte in der Regel feister sind als ihre Artgenossen im Sommer.
Den perfekten Hecht-Köder gibt es nicht. Jedoch lassen sich Hechte sehr gut mit Wobblern, Jerk-Baits, Gummifischen und Blinkern sowie Spinnern überlisten. Man sollte also von jedem etwas in seiner Köderbox haben, um sich auf jegliche Situationen und Vorlieben der Hechte am Angeltag ausrichten zu können.
Das Richtige Gerät zum Spinnfischen auf den Hecht besteht aus einer Steckrute von rund 2.70-3.40m Länge und einem Wurfgewicht von etwa 30-70 Gramm, um auch größere Köder gut Werfen und Führen zu können. Gepaart mit einer Rolle der Größe 3500 – 4000 welche mit einer 15-er – 18-er geflochtenen Schnur gefüllt ist, ergibt dies eine gute Kombination zum Hecht-Angeln.
Zum Hecht-Angeln ist ein Stahlvorfach dringend Pflicht! Die scharfen Zähne des Hechtes zerschneiden eine normale monofile oder geflochtene Hauptschnur ohne Probleme. Alternativ dazu und in sehr klaren Gewässern hat sich Hard-Mono ab einer Stärke von 0.50mm als sehr gut erwiesen. Da der Hecht seine Beute auch mal bis zum Rachen inhaliert, ist darauf zu achten, das Stahl- oder Hard-Mono Vorfach nicht zu kurz zu wählen. 70Cm reichen jedoch in den meisten Fällen aus.