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Angeltechniken, Montagen und Köder

Der Krauthecht

Der Hecht ist zwar ein Raubfisch, er neigt aber nicht dazu, seine Beute über lange Distanzen zu jagen. Er sucht lieber im Gewässer eine gute Deckung, aus der er, wenn Beute naht, sehr schnell herausschnellen kann, um seine Beute mit einem kräftigen Biss zu schnappen. Der Hecht, der seine Deckung im Unterwasserbewuchs sucht, wird unter Anglern mitunter auch Krauthecht oder Grashecht genannt, um ihn von den sogenannten Freiwasserhechten abzugrenzen. Wer einen Krauthecht angeln möchte, muss sich auf die gegebenen Rahmenbedingungen besonders gut einstellen, da das Angeln in Krautfeldern ein besonderes Equipment erfordert. Im Folgenden erfahren Sie mehr dazu, was es beim Angeln auf einen Krauthecht zu beachten gibt, damit man erfolgreich vom Platz ziehen kann.

Seerosenfelder als Angelplatz

Für den Angler, der es auf einen Krauthecht abgesehen hat, kann es sich lohnen, Seerosenfelder als Angelplatz auszuwählen. Der Hecht schätzt diese Vegetation sehr, da er hier auf eine sehr effektive Art und Weise seiner Beute nachstellen kann. Der Krauthecht passt sich gut an sein Umfeld an und wird aus diesem Grunde von seinen potenziellen Beutefischen nur sehr schwer erkannt. Zudem ist in Seerosenfeldern oft grundsätzlich mit einem reichen Fischvorkommen zu rechnen – warum sollte der Hecht also eine derart fette Beute links liegen lassen? Viele Fische laichen in dicht bewachsenen Gewässerstellen ab, was Fressfeinde anzieht, die wiederum dem Hecht als Beute dienen können. Insbesondere kurz nach der Laichzeit herrscht in den Unterwasservegetationen ein reges Leben, das dem Hecht reichlich Beute beschert.

Neben den Seerosenfeldern gibt es aber natürlich auch noch andere Gewässerstellen, die dicht bewachsen sind und somit ideale Bedingungen für den Krauthecht bieten. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang zum Beispiel krautbewachsene Uferregionen oder Felder aus Schilf. Auch hier findet der Hecht oft ausreichend Nahrung sowie eine gute Deckung vor. Wer auf Hecht angeln möchte, ist in diesem Kontext gut beraten, Oberwasserköder zu verwenden und mit diesen die jeweiligen Gewässerstellen methodisch abzusuchen. Als Oberwasserköder eignen sich dabei zum Beispiel bestimmte Popper und Schwimmwobbler.

Wenn die Deckung schmilzt

Die Vegetation in einem Gewässer ist natürlich nicht das gesamte Jahr über gleichermaßen ausgeprägt. Vor allem im Herbst geht der Bewuchs selbstverständlich zurück. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der Hecht auf diese Veränderung sofort reagieren würde und nun überhaupt nicht mehr in der Nähe von Krautfeldern aufzufinden wäre. Im Herbst finden Raubfische in den ehemals noch dichter bewachsenen Gewässerregionen in der Regel noch sehr viele Beutefische vor und können dementsprechend immer noch an diesen Stellen geangelt werden. Zum Angeln auf Hecht in dieser Jahreszeit eignet sich immer noch ein Schwimmwobbler oder aber ein Blinker. Diese Köder werden beim Angeln an den Kanten der Krautfelder vorbeigezogen und wirken auf den Krauthecht verführerisch. Wer vom Boot aus angelt, kann dabei recht frei agieren. Nicht selten werden dabei auch große Löffelblinker eingesetzt, die am besten ebenfalls an den Schilfkanten und gleichzeitig noch an Gewässerstellen, an denen der Bodengrund abfällt, vorbeigezogen werden.

Schwimmwobbler eignen sich wiederum sehr gut, um auf einen Krauthecht zu angeln, wenn die Vegetation noch weiter abgenommen hat. Auch zu diesem Zeitpunkt im Jahr ist der Hecht noch oft an seinen angestammten Plätzen in den ehemalig dicht bewachsenen Gewässerstellen aufzufinden. Angler werfen den Schwimmwobbler einfach über das Krautfeld und führen den Köder so gekonnt, dass dieser auch ab und an abtaucht. Erreichen lässt sich dieses beim Angeln auf Hecht durch variierende Einholgeschwindigkeiten. Sehr vielversprechend ist es in dieser Jahreszeit auch, beim Angeln auf den Krauthecht solche Schwimmwobbler zu verwenden, welche in ihrem Inneren mit kleinen Kügelchen ausgestattet sind. Diese Schwimmwobbler erzeugen beim Angeln Geräusche, die für den Hecht verführerisch sind und seine Aufmerksamkeit erobern können. Der Hecht wird dabei erst recht seinen Unterstand im Kraut verlassen, wenn der entsprechende Wobbler durch wenige schnelle Umdrehungen an der Angelrolle geräuschvoll fortbewegt wird.

Ausstattung für das Angeln auf einen Krauthecht

Das grundsätzliche Problem, das sich beim Angeln auf Hecht in einem Krautfeld zeigt, ist die Hängergefahr, welche durch die Vegetation entsteht. An diese Herausforderung muss natürlich auch die Ausstattung, die zum Angeln auf den Krauthecht Verwendung finden soll, angepasst sein. Die Spinnrute sollte dabei ein hartes Rückgrat aufweisen und beim Angeln für Sicherheit und Kraft sorgen. Gespart werden darf auch nicht bei der Länge: Mindestens 3,5 Meter sollten es schon sein, wenn man in Krautfeldern auf Hecht angeln möchte. Dies hat den Vorteil, dass der Angler den Schwimmköder sicherer durch die Krautfelder führen kann.

Welche Jahreszeiten eignen sich, um auf den Krauthecht zu angeln?

In den Sommermonaten kann es mitunter schwierig sein, auf einen Hecht zu angeln, der sich in einem Krautfeld aufhält. Der Hecht leidet nicht selten unter den hohen Temperaturen, die im Sommer herrschen. Er reagiert auf dieses für ihn unangenehme Klima, indem er sich viel in seinen Unterständen aufhält und nur dann aus diesen hervortritt, wenn der Hunger wirklich zu groß wird und er gezwungen ist, auf Beutefische Jagd zu machen. Darüber hinaus gilt es beim Angeln auf Hecht grundsätzlich zu beachten, dass die Antwort auf die Frage, welcher Angelplatz vielversprechend ist, je nach Jahreszeit variieren kann. Der Hecht passt sich – wie am Beispiel der Sommermonate erkennbar wird – den äußeren Rahmenbedingungen an und ändert dabei seine Verhaltensweisen. Angesichts dieses Verhaltens geraten viele Angler, die einen Hecht angeln möchte, ins Spekulieren und entwickeln ihre eigenen Theorien, wo und wie der Hecht in welcher Jahreszeit zu angeln ist.

Wenn der Winter naht

Auch wenn sich der Winter mehr und mehr ankündigt, ändern sich die Rahmenbedingungen beim Angeln auf Hecht. Der Hecht muss in dieser herausfordernden Jahreszeit sehr ökonomisch denken, um seinen Fortbestand sichern zu können. Verführerisch ist für den Hecht nun die Aussicht darauf, Beute machen zu können, ohne hohe Kraftanstrengungen aufbringen zu müssen. Dies garantiert ihm, nicht zu viele Reserven bei der Jagd zu verlieren, die er noch für die kommenden Wochen dringend benötigt. Die Methode, auf Hecht zu angeln, muss diesen Umständen angepasst werden. Für den Angler bedeutet dieses, die Geschwindigkeit des Schwimmwobblers stark auszubremsen.

Die Rutenspitze wird nun nur noch sehr ruhig und in kurzen Abständen angehoben, während die Angelschnur ebenfalls langsam und konstant eingeholt wird. Die Tragkraft der Angelschnur muss nach wie vor hoch sein, ihre Dehnung fällt idealerweise bei diesem Versuch, auf Hecht zu angeln, aber gering aus.

Gründe für erfolglose Angelausflüge

Jeder Angler, der auf Hecht angelt, wird es kennen: Nicht jeder Angelausflug ist von einem besonderen Erfolg gekrönt. Wenn sich Erfolge beim Angeln auf den Krauthecht nicht einstellen, ist es an der Zeit, den Ursachen für diese Misserfolge auf den Grund zu gehen. In der Regel ist der Hecht zwar ein gieriger Raubfisch, der seine Beute blitzschnell attackiert. Der Erfolg beim Angeln auf Hecht kann mitunter aber ausbleiben, wenn man im Vorfeld nicht sorgfältig die geeigneten Köder ausgewählt hat oder es verpasst hat, sich Gedanken über den richtigen Angelplatz und den korrekten Zeitpunkt zu machen. An all diesen Stellen kann der Angler, der einen Krauthecht angeln möchte, aber nachbessern. Sicherlich wird dann nicht mehr viel Zeit vergehen, bis der Angler einen starken Schlag an der Angelrute bemerkt, der ihm signalisiert, dass ein Hecht angebissen hat.