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Angeltechniken, Montagen und Köder

Mit Gummifröschen auf Hecht angeln

Wer glaubt, der Hecht habe es nur auf Fische als Nahrung abgesehen, irrt gewaltig. Mitunter wagt sich dieser kraftvolle Jäger sogar an Beute heran, die ihm alles abverlangt. Dabei sind zum Beispiel Ringelnattern, Kücken von Entenvögeln, Mäuse und viele andere Tiere zu nennen. Vor diesem Hintergrund wird schnell verständlich, dass ein Hecht natürlich auch nicht Halt vor einem Frosch machen wird, wenn sich für diesen Fang eine gute Gelegenheit ergibt.

Besonders in der Laichzeit könnte der eine oder andere Frosch dem Hecht als Nahrung dienen. Dies machen sich erfahrene Angler, die auf Hecht angeln möchten, zunutze und verwenden vor allem in den Monaten Mai und Juni Froschattrappen. Diese besonderen Köder zeichnen sich vor allem durch ihre guten Gleiteigenschaften aus und können dabei auch in einem dichten Pflanzengewirr zum Einsatz kommen. Die Vielfalt der angebotenen Gummifrösche ist dabei beeindruckend: Es gibt diesen Köder in diversen Gewichtsklassen, in unterschiedlichen Designs sowie mit besonderen Extras, die seine Fängigkeit noch erhöhen sollen. Die Gummifrösche von heute sind dabei nicht mehr mit denjenigen zu vergleichen, mit denen der Angler in der Vergangenheit vorlieb nehmen musste. Vielmehr ist eine technische Aufrüstung in den letzten Jahren zu beobachten, die dem Angler, der einen Hecht angeln möchte, nur gelegen kommen kann.

Wie angelt man mit einem Gummifrosch einen Hecht?

Möchte man in einem Gebiet angeln, das viel Kraut aufweist oder sogar mit Seerosenfeldern überzogen ist, liegt der Griff zum Gummifrosch nahe. Natürlich liebt der Hecht ein solches Gebiet mit einer reichhaltigen Vegetation. Der Gummifrosch, der ihm hier als Köder dienen soll, wird einfach an der Oberfläche geführt.

Dabei empfiehlt es sich, den Köder beim Angeln in kurzen Abständen an Seerosen und Co. vorbei springen zu lassen. Von diesen Bewegungen geht für den Hecht eine besondere Reizwirkung aus. Der Angler, der einen Hecht mit einem Gummifrosch angeln möchte, profitiert dabei auch davon, dass der Köder geeignet ist, große Gebiete abzusuchen. Sogar Stellen, an denen man normalerweise aufgrund einer zu hohen Hängergefahr nicht auf Hecht angelte, können mit dem Gummifrosch angesteuert werden. Hat es ein Hecht erst einmal auf einen Gummifrosch abgesehen, wird er bei seiner Attacke sehr sicher gefangen werden können. Zahlreiche Gummifrösche verfügen über Haken, die sich am Körper der Froschattrappe entlangziehen und nach oben zeigen, allerdings erst dann hervortreten, wenn der Hecht zugebissen hat. Auch an Uferzonen lässt es sich mit dem Gummifrosch gut auf Hecht angeln. Echte Frösche schätzen dieses Gebiet sehr, sodass der Hecht nicht misstrauisch werden sollte, wenn ihm im Uferbereich ein verführerisch erscheinender Gummifrosch auffällt.

Perfekte Nachahmung eines echten Frosches

Wie oben schon erwähnt, haben sich die Gummifrösche in der Vergangenheit verändert und vor allem verbessert. Sehr fängig sind dabei vor allem fertig montierte Gummifrösche mit leicht angewinkelten Hinterbeinen, die wahlweise tauchend oder schwimmend eingesetzt werden können. Die ausgefeilten Modelle haben dabei einen entscheidenden Vorteil: Sie erzeugen einen sehr natürlichen Eindruck. Stoppt man den Gummifrosch mit den angewinkelten Beinen beim Angeln nämlich, ziehen sich die Beine an den Körper des Gummifrosches automatisch an. Bei der nächsten Bewegung, die der Angler beim Angeln ausführt, dehnen sich die Beine dann wieder. Durch eine gute Führung des Gummifrosches können Angler somit sehr natürlich einen echten Frosch nachahmen. Nützlich und ebenfalls mit einer sehr natürlichen Wirkung versehen sind zudem Gummifrösche, die leicht abtauchen und bei einem Innehalten wieder zur Wasseroberfläche streben. Auch dies ahmt das Verhalten eines echten Frosches gut nach. Effekte, die eine solche Natürlichkeit ausstrahlen, sind beim Angeln auf Hecht wichtig, damit der Raubfisch wirklich davon ausgehen kann, der Köder sei eine gute und lohnenswerte Beute. Hat ein Hecht dabei einen täuschend echt wirkenden Gummifrosch erblickt, wird er langsam in Richtung des Köders driften, um dann abrupt zuzuschlagen.

Selbstverständlich muss aber auch der Angler, der auf Hecht angeln möchte, einiges leisten, um einem Gummifrosch Leben einzuhauchen und ihn somit für den Hecht attraktiv zu machen. Einen Springfrosch ahmt der Angler dabei am besten nach, indem er leichte Bewegungen durch einen Ruck mit dem Handgelenk durchführt. Nach jedem nachgeahmten Sprung sollte der Angler dabei eine kleine Bewegungspause einlegen. Genauso verhalten sich nämlich echte Frösche: Sie springen nicht durchgehend blitzschnell umher, sondern verharren nicht selten auch länger an einer Stelle – zum Beispiel auf Pflanzenblättern, die auf der Wasseroberfläche liegen. Auch legen sie manch einen Weg schwimmend zurück. Je natürlicher der Angler, der auf Hecht angeln möchte, den Gummifrosch bewegt, desto größer werden seine Chancen, dass der Hecht auf den Köder aufmerksam wird. Oft wartet der Hecht unter der Wasseroberfläche geradezu auf einen solchen Reiz, der von einem Gummifrosch beim Angeln ausgehen kann. Ein echter Frosch hätte dabei den heftigen Attacken eines Hechtes kaum etwas entgegenzusetzen. Der Hecht nutzt einfach seine kräftige Schwanzflosse, um auf den Frosch von unten zuzuschießen. Das kräftige Maul des Hechtes, das mit nach hinten gebogenen Zähnen aufwartet, packt die Beute dabei in der Regel sehr präzise und lässt sie nicht wieder entkommen.