hecht-angeln.com

Angeltechniken, Montagen und Köder

Bleikopfformen - Jigkopfformen

Wer zum Beispiel mit Gummifischen auf Hecht angeln möchte, muss sich auch mit dem Thema Bleikopfformen bzw. Jigkopfformen auseinandersetzen. Bleiköpfe werden benötigt, da der Köder in die richtige Position gebracht und so geführt werden muss, dass der Hecht auf diesen aufmerksam wird. Bleiköpfe können nicht nur unterschiedliche Gewichte aufweisen, sie werden beim modernen Angeln auf Hecht auch in unterschiedlichen Formen verwendet, die allesamt ihre spezifischen Eigenschaften vorweisen können. Die Vielfalt ist dabei enorm und der Angler, der beim Angeln auf Hecht erfolgreich sein möchte, sollte die Auswahl des Bleikopfes durchaus ernst nehmen. Im Folgenden stellen wir einige weiter verbreitete Bleikopfformen vor und erläutern, welche Eigenschaften sie aufweisen und in welchen Situationen sie Verwendung finden können. Viele der Bleiköpfe tragen dabei Namen, die unmittelbar auf ihre Form schließen lassen, sodass an dieser Stelle eine gute Orientierung gegeben ist.

Rundkopf

Der Rundkopf ist aller Wahrscheinlichkeit nach die Bleikopfform, mit der frischgebackene Angler als Allererstes in Kontakt kommen. Der Rundkopf muss stramm geführt werden, da er ansonsten aus der Balance geraten könnte. Er ist trotz dieser Einschränkung aber der Standard-Bleikopf, der Anglern in zahlreichen Situationen die notwendige Unterstützung bietet. Der Angler kann diese Unterstützung beim Angeln auf Hecht insofern steuern, als dass er die Wahl zwischen diversen Gewichten und Größen hat. Eines bleibt dabei aber natürlich immer gleich: Der Rundkopf präsentiert sich in Kugelform. Rundköpfe können auch dann zum Einsatz kommen, wenn nicht genau abgeklärt werden kann, welche Eigenschaften das Gewässer, in dem man auf Hecht angeln möchte, aufweist. Die anscheinend universelle Einsetzbarkeit des Rundkopfes hat aber natürlich auch ihre Grenzen: Für das Vertikale Angeln scheidet er in aller Regel aus.

Fischkopf

Der Fischkopf ähnelt – wie könnte es anders sein – tatsächlich dem Kopf eines Fisches. Diese Formgebung hat aber weniger ästhetische Gründe als vielmehr pragmatische. Ein Bleikopf dieser Art weist eine stromlinienartige Form auf, ist vorne spitz und an den Seiten flach. Ausgehend von dieser Formgebung kann man auch gleich darauf schließen, in welchen Kontexten ein Fischkopf beim Angeln gefragt ist. Dies sind vor allem Situationen, in denen in Gewässern geangelt werden soll, die eine gewisse Strömung aufweisen. Der Fischkopf gewährleistet auch bei solch anspruchsvollen Ausgangssituationen, dass der Köder die gewünschte Tiefe erreichen und Bewegungen vollführen kann, die den Hecht zum Anbiss reizen. Strömung ist selbstverständlich auch immer dann ein Thema, wenn es um das Schleppangeln geht: Auch hier ist der Fischkopf gefragt. Mitunter präparieren Angler den Fischkopf noch zusätzlich, damit dieser Bleikopf auf die gegebenen Rahmenbedingungen noch besser reagieren kann. Erreicht werden kann dabei zum Beispiel ein noch schnelleres Absinken des Köders.

Footballkopf

Auch der Footballkopf verdankt seinen Namen seiner äußeren Form. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von einem Rotationsellipsoid, das allerdings eine leicht längliche Form aufweist und an den Enden leicht spitz zuläuft. Derart spitz wie ein Football läuft der Footballkopf zwar nicht zu, eine Ähnlichkeit zu dem Sportgerät ist aber ohne Frage gegeben. Der Footballkopf ist noch nicht so traditionsreich wie der Rundkopf. Er hat allerdings im Vergleich mit diesem einen entscheidenden Vorteil: Er kann stabiler seine Position halten und somit Fehlbissen beim Angeln auf Hecht effektiver vorbauen. Zudem läuft man mit einem Footballkopf weniger schnell Gefahr, sich am Untergrund zu verhaken, als es bei vielen anderen Bleiköpfen der Fall ist. Das Absinkverhalten ist ebenfalls gut, sodass es nur eine Frage der Zeit zu sein scheint, bis der Footballkopf noch mehr Angler überzeugen kann. Grundsätzlich geeignet ist er, wenn in tieferen Gewässern geangelt werden soll.

Bananenkopf

Footballkopf und andere Bleiköpfe decken das Angeln an tieferen Gewässerstellen ab. Doch welchen Bleikopf kann man verwenden, wenn das Gewässer weniger tief ist? Hier ist der Bananenkopf eine gute Wahl. Eine Ähnlichkeit zu dem Obst ist zwar etwas weit hergeholt, seine längliche und leicht gebogene Form lässt diesen Vergleich aber dennoch zu. Auch in diesem Fall beeinflusst die Formgebung selbstverständlich das Verhalten des Bleikopfes. Ein Bananenkopf sinkt nur langsam ab und hat zugleich das Potenzial, Hängern auszuweichen und sich auch bei schlammigen Untergründen noch aktiv zu zeigen. Letztere Eigenschaften verdankt er unter anderem dem Umstand, dass seine Öse im vorderen Bereich angebracht ist. Auch größere Gebiete lassen sich gut mit einem Bananenkopf absuchen.

Eriekopf bzw. Schlittenkopf

Der Eriekopf bzw. Schlittenkopf ist ein Bleikopf, der sich eignet, wenn es rau zugeht, soll heißen: Er hilft dem Angler, wenn an einer Gewässerstelle geangelt werden soll, die sowohl tief als auch strömungsreich ist. Eine solche Situation kann zum Beispiel dann eintreten, wenn man an einem Fluss auf Hecht angeln möchte. Darüber hinaus kann der Eriekopf aber auch in anderen Situationen nützlich sein, sodass sein Einsatz recht universell möglich ist. Seine Form erinnert am unteren Teil an eine Kufe. Mithilfe dieser Kufe gelingt es dem Eriekopf, den Kontakt zum Boden zu wahren. Hat der Eriekopf erst einmal den Grund eines Gewässers erreicht, führt er den Köder so, dass dessen Schwanz nach oben zeigt. Dies ist für den Hecht, aber auch für andere Fische eine gute Ausgangsposition, um den Köder zu packen.

Stand-up-Jig

Nahe mit dem bereits vorgestellten Eriekopf verwandt ist der Stand-up-Jig. Die Konzeption dieses Bleikopfes erlaubt es noch besser, Hängern aus dem Weg zu gehen und die Hakenspitze am Gewässergrund so zu positionieren, dass sie zuverlässig nach oben zeigt. Die Öse befindet sich bei diesem Bleikopf im Frontbereich und nicht wie beim herkömmlichen Eriekopf mittig über dem Schwerpunkt.

Fireball-Jig

Der Fireball-Jig sei an dieser Stelle für die vielen weiteren Bleiköpfe beschrieben, die (noch) keine allzu weite Verbreitung gefunden haben. Im Falle des Fireball-Jigs ist für die relativ geringe Verbreitung sicherlich der Umstand ursächlich, dass er für das Angeln mit Köderfischen konzipiert ist. Diese Art zu angeln ist allerdings – da starken Restriktionen unterworfen – nicht mehr so geläufig wie das Angeln mit Gummifischen und Co. Der Fireball weist eine eher rundliche Formgebung auf, die an einer Seite zu einer Spitze ausfranst, und besitzt zwei Ösen. Oft findet man den Fireball in grellen Farbgebungen vor. Andere Varianten können unter Wasser Rasselgeräusche von sich geben oder sogar leicht leuchten. Hiervon versprechen sich die Angler eine zusätzliche Signalwirkung auf den zu erbeutenden Fisch, der dem Spektakel im Idealfall auf den Grund gehen möchte. Zudem sind Fireball-Jigs oft recht schwer, sodass sie sich gut zum vertikalen Angeln verwenden lassen.

Hinweis

Es gibt noch einige weitere Bleiköpfe, die für spezielle Situationen entwickelt wurden. Der Angler tut gut daran, den Bleikopf sorgfältig beim Angeln auf Hecht auswählen, um für jede Situation bestens gerüstet zu sein. Nicht nur die Form des Bleikopfes an sich spielt aber eine wesentliche Rolle, auch das Gewicht des ausgewählten Bleikopfes muss stimmen, damit sich zuverlässig Angelerfolge einstellen. Was es in diesem Kontext zu beachten gibt, stellen wir in einem kleinen separaten Text zum Thema „Auswahl des Gewichtes für Jigköpfe“ dar.